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Herpes - Rückfälle mit Vitalstoffen gezielt bekämpfen

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Rückfälle gezielt bekämpfen für mehr Lebensqualität

Im ungünstigsten Moment ist der Herpesvirus wieder da – es kribbelt und pocht und Betroffene wissen bereits: Morgen muss ein wichtiger Termin wieder mit Fieberbläschen am Mund stattfinden. Stress ist einer der Hauptauslöser für die Reaktivierung der Herpes-Simplex-Viren in unserem Körper. Wie das Immunsystem unterstützt, sich Patienten gezielt mit der richtigen Ernährung schützen können und so der Verlauf von Herpes labialis abgemildert werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Lebenslanges Leiden: Lippenherpes und die Tücken der Herpesvirenfamilie

Herpes labialis- der Lippenherpes ist zwar meist nur an einer kleinflächigen Stelle im Mundbereich exponiert, die Schmerzen und der psychische Leidensdruck sind jedoch umso größer. Über 100 Herpesviren sind wissenschaftlich bekannt, acht davon können äußerst unangenehme Krankheiten beim Menschen auslösen. Sie gehören zu den größten und komplexesten Viren, die sich über Millionen von Jahren- zum Nachteil der Infizierten – extrem angepasst haben. Auch Windpocken und Gürtelrose werden durch Herpesviren verursacht. Alle haben die Gemeinsamkeit, dass sie nach einer Erstinfektion in Wirtszellen (wie z. B. Nervenganglienzellen) „ruhen“ und wieder reaktiviert werden können. Für den Lippenherpes verantwortlich ist das Herpes-simplex-Virus-1.


Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die 8 Herpesviren und die typischen Manifestationen:

Virus
Humaner Herpesvirus (HHV)Manifestation (Beispiele)
Herpes-Simplex-Virus 11Herpes labialis, Hirnhautentzündung, Bindehautenzündung mit Beteiligung der Hornhaut, Herpes genitalis
Herpes-Simplex-Virus 22Herpes genitalis, Herpes labialis
Varizella-Zoster-Virus3Windpocken, Gürtelrose (Herpes Zoster)
Epstein-Barr-Virus4Pfeiffer-Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose), Encephalitis
Zytomegalievirus (CMV)5CMV-Mononukleose
-6Drei-Tage-Fieber, Mittelohrentzündung
-7Drei-Tage-Fieber
-8assoziiert mit der Entstehung des Kaposi-Sarkoms



 

Lippenherpes-Rezidive spiegeln Einbruch des Immunsystems:

90 % der Bevölkerung ist in Deutschland infiziert und bei ca. einem Drittel treten die schmerzenden, juckenden Bläschen immer wieder auf. Die Mehrzahl infiziert sich bereits vor dem 6. Lebensjahr, jedoch läuft diese Erstinfektion meist „still“ ab. Die Viren wandern in den Nervenbahnen ins Rückenmark und verharren dort im Ruhemodus bis zum nächsten Ausbruch. Wenn das Immunsystem geschwächt ist wie häufig in den kalten, feuchten Wintermonaten, wird diese Reaktivierung begünstigt.


Primäre Trigger, die das Immunsystem supprimieren und die Herpes-Rezidive auslösen

  • Stress, Ekel, Angst
    •    Hormonschwankungen (Menstruation, Schwangerschaft)
    •    Erschöpfungszustände
    •    extreme Hitze und Kälte
    •    lokale Traumen (Verletzungen, OPs, etc.)
    •    immunsupprimierende Medikamente
    •    UV-Licht (niedrige Vitamin-D-Spiegel werden jedoch mit häufigeren Rezidiven assoziiert1)

Betroffene reagieren unterschiedlich stark auf die Triggerfaktoren. Wer häufig unter Rezidiven leidet, weiß meistens, welche individuellen Faktoren den Herpes vorwiegend auslösen. Warum so exponiert im Gesicht? Prinzipiell könnte der Virus überall die störenden Bläschen produzieren, die Lippenhaut ist nur außergewöhnlich dünn und anfällig für Infektionen und somit häufigster Angriffspunkt.

Prävention bei Lippenherpes: Immunsystem stärken

Herpesviren sind bis jetzt nicht eliminierbar, d. h. eine Heilung nach einer Infektion ist nicht möglich. Beeinflusst werden kann nur die Häufigkeit der Rezidivbildung, also ob man sechs Mal pro Jahr an einem erneuten Ausbruch leidet oder nur alle sechs Jahre. Sind die Bläschen bereits aufgetreten, kann nur noch der Krankheitsverlauf beschleunigt werden. Prävention ist also die beste Therapie2, um Herpes labialis zu begegnen. Die drei Hauptpfeiler der Prävention bei Lippenherpes sind Stress reduzieren, Immunsystem stärken und Lippenpflege. Die Virostatika Aciclovir, Valaciclovir, Ganciclovir, Valganciclovir und Penciclovir können nur in der Anfangsphase die Vermehrung der Viren unterbinden. Bei den initialen Anzeichen (Kribbeln, Pochen) aufgetragen, kann ein Ausbrechen teils noch verhindert werden. Sind die Bläschen bereits aufgetreten, ist die Applikation dieser Wirkstoffe nutzlos.


Ernährung bei Lippenherpes: Gegenspieler Lysin und Arginin

Oft von Herpes Betroffene können durch bestimmte Parameter in der Ernährung und eine

ausgewogene, gesunde Kost ihr Immunsystem positiv beeinflussen. Besonders in Perioden mit erhöhtem Stress, sollte besonders auf die Ernährung geachtet werden. Eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, möglichst frisch und wenig verarbeitet (Fertignahrung und industriell vielfach verarbeitete Lebensmittel vermeiden), reich an Nüssen, hochwertigen Ölen, Fisch und moderatem Fleisch- und Milchprodukte-Konsum enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien wie Vitamin C. Besonders Vitamin C wird hochdosiert eingenommen zu Beginn der Symptome (Kribbeln) in der Fachwelt diskutiert. Oxidativer Stress in den Zellen ist ein bekannter begünstigender Faktor für die Reaktivierung der Herpes-Viren.

Zink und Selen sind ebenfalls wichtig für ein optimal funktionierendes Immunsystem, was die Voraussetzung ist, um Herpesrezidive zu vermeiden. Am besten wirken Mikronährstoff-Kompositionen im natürlichen Verbund, die neben Zink, Selen und Vitamin C viele andere Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten.

L-Arginin gehört zu den semi-essentiellen Aminosäuren, d. h. der Körper kann Arginin teils selbst synthetisieren, teils muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Studien assoziieren eine besonders Arginin-reiche Ernährung mit der Reaktivierung von Herpesviren3: Die Viren benötigen Arginin für ihre Replikation und somit für die Rezidivbildung. Arginin ist vor allem enthalten in

•    Nüssen und Samen (Pinienkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse)
•    Sojaprodukte (texturierte Sojaerzeugnisse, Sojamehl, Sojabohnen)
•    Stockfisch
•    Gelatine
•    Schokolade

Im Umkehrschluss kann das Risiko eines Ausbruchs vermieden werden, wenn auf besonders Arginin-haltige Lebensmittel verzichtet wird. Zu L-Arginin sind bis jetzt nur negative Wirkungen in Bezug auf Lippenherpes und Genitalherpes bekannt, sonst wirkt die Aminosäure leistungssteigernd beim Sport und auch die positive Wirkung bei erektiler Dysfunktion wird diskutiert.

Wissenschaftler stellten fest, dass bei der Reaktivierung von Herpes labialis L-Lysin den direkten Kontrahenten (kompetitiv antagonistisch) zu L-Arginin darstellt. L-Lysin ist eine essentielle Aminosäure, die die Replikation der Herpesviren direkt hemmt, wenn ein Lysin-Überschuss gegenüber Arginin vorliegt. Eine gute Versorgung mit L-Lysin brachte den Betroffenen den Vorteil, dass die Herpesattacken seltener und eine schnellere Rekonvaleszenz ermöglicht wurde. Lebensmittel mit hohem Lysin-Gehalt sind vor allem tierische Produkte.


100 g LebensmittelLysin-Gehalt
Rindfleisch, Schweinefleisch2 g
Lachs, Makrele, Sardinen2 g
Käse (Brie, Gouda, Edamer)2 g
Linsen, Bohnen2 g
Haferflocken, Buchweizen0,5 g
Mu-Err-Pilze0,5 g
Kohl (z.B. Brokkoli)0,15 g


Ein Review4 von 2017 zur Wirkung von Lysin bei Herpes labialis fasst zusammen: Mindestens 1g L-Lysin pro Tag müsste dauerhaft eingenommen werden, um den gewünschten Effekt bei der Prophylaxe von Herpes labialis zu erzielen. Prospektive kontrollierte Studien zu Hochdosierungen von Lysin stehen jedoch noch aus. Vorsicht geboten mit hochdosierten Lysin-Einnahmen ist bei Personen, die unter Herz-Kreislauf- oder Gallenblasenerkrankungen leiden.  

Stress und negative Emotionen reaktivieren Herpesviren

Studien untermauern, was Betroffene selbst spüren: Stress ist der einer der stärksten Trigger für ein erneutes Herpesrezidiv5. Bei besonders häufig betroffenen Personen (mehr als 6 Infektionen/Jahr) sind Stress und Erschöpfung sogar ursächlicher Faktor Nr. 1. Personen, die häufig unter negativer Stimmung und depressiven Episoden leiden6, haben doppelt so häufig Lippenherpes als andere. Die Intensität der Gefühle ist dabei direkt bestimmend: Je stärker die negativen Gefühle erlebt werden, desto häufiger brechen die Viren wieder aus. Die Gefühle, die am häufigsten mit Herpesrezidiven assoziiert sind, sind Angst und v. a. Ekel7 (bei manchen reicht schon der Anblick eines Bergs an schmutzigem Geschirr, um die Viren zu reaktivieren).


Der wieder ausgebrochene Lippenherpes verursacht Schmerzen, Selbstekel und Scham mit der Folge des sozialen Rückzugs, eine Fülle psychischen Stresses: ein psycho-viraler Teufelskreis.

Die psychische Komponente von Krankheiten, die vor allem im Gesicht stark ausgeprägt sind, darf bei der Behandlung und Betreuung der Patienten nicht unterschätzt werden. Stress verlängert die Genesungszeit und führt nicht nur bei den Herpesviren zu Ausbrüchen oder Schüben von Erkrankungen, die eine dermatologische Ausprägung haben; einige weitere Beispiele sind: Rosazea, Vitiligo und Akne. Welche therapeutischen Ansatzpunkte müssen bei Lippenherpes verfolgt werden, um diesen Leidensdruck zu mindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern? Forscher sehen Potential in Präparaten, die antiviral wirken und gleichzeitig eine kosmetische Komponente bieten.


Weitere Therapieoptionen bei Herpes labialis

Die Basis bildet wie so oft eine ausgewogene gesunde Ernährung mit allen Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminoiden. Dazu gibt es im Akutfall neben Lysin-reicher Ernährung, antiviralen Präparaten bei den ersten Anzeichen, einer möglichst stressreduzierten Lebensweise, noch weitere „Hausmittel“, die positiv bei einer Herpes-Infektion wirken. Positives Denken und eine optimistischere Lebenshaltung kann bis zu einem gewissen Grad geübt werden, auch der Blick auf die eigenen Energieressourcen und deren Grenzen kann sehr hilfreich sein, um den immer wiederkehrenden Lippenherpes zu vermeiden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, was Sie Patienten mit Lippenherpes sonst noch raten können- und was diese besser lassen sollten. Viele der Substanzen in der Kontra-Kategorie reizen die Lippenhaut, ohne jedoch Inhaltsstoffe zu bieten, die wundheilungsfördernd oder antiviral wirken.

 

Unterstützend bei Herpes labialisKontraproduktiv bei Herpes labialis
Melisse (lokal appliziert)Zahnpasta (lokal appliziert)
Zinksulfat-CremeTeebaumöl (lokal appliziert)
Zink-Heparin-Kombi-CremeEssig (lokal appliziert)
Herpesbläschen-Pflaster, Sonnenschutz, LippenfettstiftKüssen, gleiches Geschirr
Salbe mit Wirkstoff Salbei-/RhabarberextraktKontakt bei einer Infektion mit Neugeborenen / Säuglingen / immungeschwächten Personen

Quellennachweise:

1 Öztekin A et al.: Vitamin D Levels in Patients with Recurrent Herpes Labialis. Viral Immunol. 2019 Jul/Aug;32(6):258-262. doi: 10.1089/vim.2019.0013.

2 Chi CC1 et al. (2015): Interventions for prevention of herpes simplex labialis (cold sores on the lips). Cochrane Database Syst Rev. 2015 Aug 7;(8):CD010095. doi: 10.1002/14651858.CD010095.pub2.

3 Sanchez MD, Ochoa AC, Foster TP. Development and evaluation of a host-targeted antiviral that abrogates herpes simplex virus replication through modulation of arginine-associated metabolic pathways. Antiviral Res 2016;132:13-25.

4 Mailoo VJ, Rampes S.: Lysine for Herpes Simplex Prophylaxis: A Review of the Evidence. Integr Med (Encinitas). 2017 Jun;16(3):42-46.

5 Lorette G et al. (2006): A survey on the prevalence of orofacial herpes in France: the INSTANT Study. J Am Acad Dermatol. 2006 Aug;55(2):225-32.

6 Susan Faulkner et al. (2006): A prospective diary study of the role of psychological stress and negative mood in the recurrence of herpes simplex virus (HSV1) University of Glamorgan, S. Wales, Cardiff University, Cardiff.

7 Angelika Buske-Kirschbaum (2013): Stress und Lippenherpes: Ein psycho-viraler Teufelskreis. Pharmazeutische Zeitung: Ausgabe 50/2013.

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